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DER HÖRSAAL

Ein Medizinstudium beinhaltete vorrangig die Vermittlung grosser Informationsmengen und weniger deren Hinterfragung. Vorlesungen im Hörsaal waren deshalb seit jeher die vorherrschende Unterrichtsform. Sie fanden in der Regel als Monolog eines meist männlichen Dozenten vor einer Schar Studierender statt, die im besten Fall genau zuhörten und eifrig mitschrieben. Um die Lehrinhalte plastisch vor Augen zu führen, kamen schon früh visuelle Techniken zum Einsatz. Einen Schwerpunkt legt dieser Ausstellungsteil auf das Thema «Auge», einen weiteren auf das Fach «Chirurgie».

Gemalte Lehrtafel «Hyperämie (Injektion) des Auges», entstanden unter Anleitung des Zürcher Ophthalmologieprofessors Alfred Vogt um 1930. ( Foto: Lutz Hartmann) Kollegheft des Studenten Friedrich Goll, Mitschrift der Vorlesung «Physiologie des Menschen, 2. Theil» von Carl Friedrich Wilhelm Ludwig, SS 1852
Gedruckte Lehrtafeln um 1900, die das anatomische Basiswissen für die klinischen Fächer, insbesondere die Chirurgie, vermittelten.